Wann ist eigentlich die beste Zeit für Camping in Frankreich ?

Kurze Antwort : Es kommt drauf an. Lange Antwort : Es kommt sehr drauf an, und zwar auf die Region. Frankreich ist riesig, und das Klima zwischen der Bretagne und der Côte d’Azur hat ungefähr so viel gemeinsam wie ein verregneter Aprilmorgen und ein Hochsommertag in der Wüste. Ehrlich gesagt ist genau das der Fehler, den viele machen : Sie buchen im Juli, weil man eben im Juli Urlaub macht, und landen dann in einer Region, wo es entweder 38 Grad im Zelt hat oder die Stellplätze schon im Februar ausgebucht waren. Also lass uns das Ganze mal vernünftig durchgehen, Region für Region.

Bevor wir loslegen, ein praktischer Hinweis aus eigener Erfahrung : Plant früher, als ihr denkt. Die guten Plätze, vor allem die mit Pool oder direkt am Wasser, sind in den Sommerferien schnell weg. Wer ein bisschen Inspiration für Regionen und passende Plätze sucht, findet auf https://www.camping-cure.fr ganz brauchbare Ansätze, gerade wenn man Camping mit Erholung und etwas Wellness verbinden will. Und mal ehrlich, genau das ist doch oft der Punkt, oder ? Man fährt nicht zum Campen, um danach erschöpfter zu sein als vorher.

Côte d’Azur und Provence : Mai, Juni und September sind eure Freunde

Der Süden ist verlockend, klar. Lavendel, Zikaden, Pastis am Abend. Aber im Juli und August ? Puh. Da wird es heiß, richtig heiß, und die Stellplätze füllen sich mit halb Europa. Meine ehrliche Empfehlung : Mai, Juni oder September. Das Meer ist im September sogar noch warm vom Sommer, die Preise fallen, und ihr müsst euch den Strand nicht mit zehntausend Leuten teilen. Im Hochsommer kann es in der Provence locker über 35 Grad gehen, und ein aufgeheiztes Zelt um drei Uhr nachmittags ist kein Ort, an dem man sein will. Glaubt mir.

Atlantikküste, Landes und Gironde : der Sommer gehört euch

Hier sieht die Sache anders aus. Die Atlantikküste, besonders die Landes mit ihren endlosen Pinienwäldern und Sandstränden, ist im Juli und August am schönsten, einfach weil das Wasser dann warm genug zum Baden ist und das Klima nicht so brutal wird wie am Mittelmeer. Trotzdem: Juli und August sind dort die absolute Hochsaison, das spürt man im Geldbeutel und auf der Straße. Wenn ihr flexibel seid, probiert die zweite Junihälfte oder den frühen September. Die Wellen sind super zum Surfen, die Abende mild. Wart ihr schon mal abends am Strand von Mimizan, wenn die Sonne über dem Atlantik versinkt ? Das ist schwer zu toppen.

Bretagne und Normandie : Juli und August, und trotzdem Regenjacke einpacken

Der Norden ist ein bisschen eine Wette. Die beste Chance auf stabiles, mildes Wetter habt ihr im Juli und August, und selbst dann gilt : Das Wetter macht hier, was es will. Ich finde das ehrlich gesagt fast charmant, dieses leicht launische, aber man muss eben vorbereitet sein. Eine gute Regenjacke gehört ins Gepäck, immer. Dafür sind die Küsten der Bretagne im Sommer einfach grandios, weniger erdrückend heiß, dafür mit dieser rauen, salzigen Luft. Und die Crêpes. Aber das ist ein anderes Thema.

Korsika : Frühsommer und Frühherbst schlagen alles

Korsika im August ist wunderschön und gleichzeitig der reinste Wahnsinn. Voll, teuer, heiß. Geht lieber im Mai, Juni oder September. Die Macchia duftet, die Buchten sind noch halbwegs leer, und die Temperaturen sind angenehm statt erdrückend. Im September ist das Meer noch warm, und ihr habt diese Inselruhe fast für euch allein. Vielleicht ist das die schönste Zeit überhaupt dort, schwer zu sagen, aber August würde ich persönlich meiden.

Ardèche und Dordogne : Juni und September, der Geheimtipp

Das Hinterland im Südwesten und die Ardèche sind beliebt, und das zu Recht. Kanu auf der Ardèche, mittelalterliche Dörfer in der Dordogne, Flüsse zum Reinspringen. Aber im Juli und August ist die Ardèche teilweise so voll, dass auf dem Fluss fast Stau herrscht, kein Witz. Juni und September sind hier Gold wert : warm genug zum Baden, aber ohne das große Gedränge. Die Natur ist üppig, die Abende lang. Ich würde sagen, das ist eine der unterschätztesten Zeiten für Camping in Frankreich.

Jura, Alpen und die Berge : ein klarer Fall für den Hochsommer

In den Bergen drehen sich die Regeln um. Hier ist der Hochsommer, also Juli und August, tatsächlich die beste Zeit, weil die Höhenlagen kühl bleiben und die Wanderwege schnee­frei sind. Im Jura mit seinen Seen und Wasserfällen, oder in den Voralpen, ist es im Sommer angenehm, während der Rest des Landes schwitzt. Frühling und Herbst können dort oben schon ziemlich frisch werden, vor allem nachts. Also : Wer in die Berge will, plant für die Sommermonate. Wer ans Meer will, eher drumherum.

Kurz zusammengefasst, damit ihr es leicht habt

Süden und Mittelmeer : Mai, Juni, September. Atlantik : Hochsommer, aber Nebensaison spart Nerven und Geld. Norden : Juli und August, Regenjacke nicht vergessen. Korsika : Frühsommer oder September. Ardèche und Dordogne : Juni und September. Berge : klar der Hochsommer. Und der wichtigste Tipp bleibt : früh buchen, flexibel bleiben, und nicht stur im Juli losfahren, nur weil es alle so machen. Wann fahrt ihr am liebsten los, in der Vorsaison oder mittendrin im Trubel ? Beides hat seinen Reiz, ehrlich. Aber wer einmal im September am leeren Strand stand, versteht, warum manche nie wieder im August fahren.

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